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Sehr geehrte Frau Bundes-Verbraucherschutzministerin Künast !

Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich zu Ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl und wünsche Ihnen für die neue Legislaturperiode ...


Resolution an Frau Künast

Angelika Esders
1. Korn-Königin Deutschlands
Neustadtstr. 35-38
D-49740 Haselünne
24. Oktober 2002

Sehr geehrte Frau Bundes-Verbraucherschutzministerin Künast !

Ich gratuliere Ihnen sehr herzlich zu Ihrem Erfolg bei der Bundestagswahl und wünsche Ihnen für die neue Legislaturperiode eine glückliche Hand.

Zum Wahlerfolg hat möglicherweise auch beigetragen, daß viele Verbraucher die Hoffnung hatten und haben, daß die rot-grüne Regierung eher geeignet ist, die Sicherung von Arbeitsplätzen, die Belange des Verbraucherschutzes (Etiketten-Wahrheit) und Wettbewerbsfähigkeit natur-orientierter Landwirtschaft in Deutschland in Einklang zu bringen. Der Koalitionsvertrag gibt Anlass zur Hoffnung.

Während andere die Abschaffung der Sektsteuer und die Feier des Wahlsieges mit Champagner planten, hat ein großer Teil meines Volkes mit einem 2-cl-Gläschen Korn auf die Zukunft angestoßen.

Jedes dieser Gläschen trug mit circa 10 ct Branntweinsteuer incl. Mehrwertsteuer zum Gelingen des Unternehmens Deutschland bei. In der Summe zahlen deutsche Verbraucher für die ca. 2 ltr reinen Alkohol aus Spirituosen / Pers. / Jahr insgesamt über 2. Mrd. Euro in Ihre Kasse.

Das ist weit mehr als das doppelte dessen, was der Konsum von ca. 6 ltr reinen Alkohol / Pers. / Jahr aus Bier beiträgt. Welche Bedeutung sogar die Biersteuer im Verhältnis zur Körperschaftssteuer mittlerweile hat, fand in den Medien mittlerweile große Beachtung. Der Steuersatz auf Wein beträgt: 0 %.

Ich bitte Sie, sich persönlich in der Bundesregierung und vor allem bei der Europäischen Kommission dafür einzusetzen, daß jede Diskriminierung von Korn aus den vielen hundert landwirtschaftlichen Kornbrennereien verhindert wird.

Wer, wie Sie pro 2-cl-Gläschen 10 ct Steuern vereinnahmt und vorher nur � ct Fördermittel verauslagt hat, (für die umweltfreundliche Erzeugung im Rahmen des dt. Branntweinmonopols) der hat ein florierendes Geschäft. Er sollte seinen Kunden dankbar sein.

Er sollte dafür sorgen, daß seine Kunden mit der Qualität der Erzeugnisse und deren Herstellungsweise vertraut bleiben. So ist jeder Brennerei-Schornstein, erst recht wenn er »raucht", ein vertrauensbildendes Zeichen für zollamtlich überwachte deutsche Agraralkohol-Erzeugung, kreislauf-orientiert und eben nicht industriell !

Viele dieser Betriebe, und im besonderen die Mitgliedsbetriebe des Bundes deutscher Edelkorn-Brenner, vermarkten die Roh- oder Feindestillate, deren Rohstoffe sie auf Ihren eigenen Feldern - gemäß deutscher Umweltstandards - erzeugt haben.

Dies nimmt der deutsche Verbraucher gerade bei der deutschen Traditions-Spiri-tuose Korn immer mehr zur Kenntnis. Dafür zahlt er - zumindestens den kleineren arbeitsintensiveren Betrieben einen angemessen höheren Preis, jedenfalls gegenüber den offensichtlich seit Jahren rückläufigen Industrie-Alkohol-Billig- Vermarktern. (Als Anlage 1 füge ich das Luftbild einer Großanlage bei.)

Das Rennomee der Warengattung »Korn" hängt vom Erscheinungsbild der vielen landwirtschaftlichen Kornbrennereien ab.

So sahen es auch im Emsland die über 400 Teilnehmer der 4. Rosche-Korn-Erlebnistour mit dem Fahrrad über 30 km. Auf meine Frage, ob die Teilnehmer eine Verschlechterung der Erzeugungsbedingungen für landwirtschaftliche Brennereien durch Einflußnahme der Europäischen Kommission wünschten, schallte mir ein entschlossenes »Nein" entgegen. (Anlage 2: Pressebericht vom 7. Aug. 2002)

Desweiteren füge ich Ihnen als Anlage 3 gerne mein Schreiben an den EU-Agrarkommissar Dr. Fischler vom 12. 7.02 bei, in dem ich mich gegen die Einstufung des Korn aus landwirtschaftlichen Brennereien, im besonderen des mir gewidmeten »Hasetaler Korn" als sogenanntes »Industrieprodukt" wende.

Herr Dr. Fischler hatte bei einer Großveranstaltung in Ankum/Landkreis Osnabrück auf das Problem des von der Ukraine exportierten 70 $-Weizens hingewiesen, und bemerkte weiter: »da seien in Deutschland die Sägespäne teuerer!"

Jede für Ost-Getreide konzipierte Brennerei-Groß-Anlage mit Hafenanschluß in Deutschland (z.B. die der DKV in Lüdinghausen) steht der im Antwort-Schreiben vom Agrarkommissar Dr. Fischler an mich vom 7.10.02 genannten eigentlich beabsich-tigten Schutzwirkung für Korn in den EU-Rechtsvorschriften »als geschützte Spirituosenbezeichnung für die deutschsprachige Regionen" diametral entgegen:

- heimisches Getreide (erzeugt nach dt. Umwelt-Standards) wird verdrängt und
- das Jahrhunderte alte und führende Veredlungsprodukt seiner Identität beraubt.

In der Koalitionsvereinbarung wird der Verbraucherschutz als »Leitplanke" im Liberalisierungsgeschehen der globalen Märkte bezeichnet. Die Wertschätzung der »Mittel zum Leben" soll in ihrer Bedeutung für Gesundheit und Lebensfreude gefördert werden. Gleiches gilt für den »klugen Konsum" von gut informierten Verbraucherinnen und Verbrauchern.

Ich stelle Ihnen gerne die bei 2 Großveranstaltungen von Teilnehmern abgegebenen 348 bzw. 1082 Stimmzettel zur Verfügung, mit denen nachgewiesen wurde, daß die Herkunft des Getreide-Rohstoffs von Verbrauchern so geglaubt wird, wie die geografische Zusatzangabe auf dem Etikette dies ausdrückt. (Anlage 4)

Bekanntlich wird leider hiermit Schindluder getrieben.

Ich rechne fest mit Ihrer Unterstützung und darf Sie im Namen des Bundes deutscher Kornbrenner zu einer Vorort-Besichtigung einladen.

Hochachtungsvoll

1. "Korn-Königin" Deutschlands
(Angelika Esders)

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